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Kafka am StrandEs lohnt sich eigentlich nicht den unzähligen Rezensionen zu Murakamis ‚Kafka am Strand’ noch eine hinzuzufügen, – oder gar den literaturwissenschaftlichen Analysen. Kann man es den Akademikern auch verdenken? Dieses Buch strotzt von Material: Angefangen bei der Thematik des Ödipuskomplexes, den Stilmitteln der Erotik, der Symbolik des Steins (und natürlich der Katzen und Mode Labels), über die Rolle der indirekten Rede (siehe besonders Kapitel 46) und der Personifizierung von Markennamen (inkl. Kafka), bis zur Beziehung zwischen Autor, Erzähler und Charakteren, könnte man sicherlich einige Regale mit Interpretation bestücken.

Aber ‚Kafka am Strand’ ist nicht nur das Werk eines Autors, der für den nächsten Nobelpreis gehandelten wird. Es ist ein Buch, das dich langsam in seinen Bann zieht und nicht wieder los lässt. Eine sanfte Mischung aus postmoderner Realität, Phantasie/Traum und Entwicklungsroman, die mich ein wenig an japanische Animé erinnerte.

„Kafka on the Shore contains several riddles, but there aren’t any solutions provided. Instead several of these riddles combine, and through their interaction the possibility of a solution takes shape. And the form this solution takes will be different for each reader. To put it another way, the riddles function as part of the solution. It’s hard to explain, but that’s the kind of novel I set out to write.”

Das komplette Interview mit Murakami steht auf der amerikanischen Webseite von Random House („official Murakami homepage“ [mit sphärischem Soundtrack unterlegt]).

Und abgesehen von den Werbegags dieser Webseite (inklusive Fan-news!), gibt es unter der Kategorie ‚Translations’ einen sehr interessanten Emailaustausch zwischen den beiden Murakami Übersetzern und Professoren für Japanische Literatur, Jay Rubin und Phil Gabriel, und Gary Fisketjon (Murakamis Verleger bei Knopf).

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Haruki Murakami: Kafka am Strand (Übersetzung: Ursula Gräfe)
btb Verlag, München, 2006
Rezensionen gibt es bei complete review.

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